Saturn und seine Ringe sehen in diesem Hubble-Teleskop-Porträt wirklich spektakulär aus


Die Ringe des Saturn können durch ein Teleskop ein fantastischer Anblick sein, und wenn Sie das kultigste Weltraumteleskop zur Verfügung haben, ist die Aussicht absolut atemberaubend. Ein gutes Beispiel: Diese erstaunliche neue Ansicht vom Hubble-Weltraumteleskop.

Die NASA und die Europäische Weltraumorganisation haben heute (12. September) das neue Saturn-Porträt vorgestellt. Das Bild wurde am 20. Juni von Hubbles Wide Field Camera 3 aufgenommen, da Saturn ungefähr 1,36 Milliarden Kilometer entfernt war.

Es ist das zweite in einer Reihe jährlicher Fotos für das Outer Planets Legacy-Projekt von Wissenschaftlern, die die Gasriesenplaneten unseres Sonnensystems untersuchen. "In Saturns Fall verfolgen Wissenschaftler Wettermuster und andere Veränderungen, um Trends zu identifizieren", sagten Beamte der NASA und der ESA in einer Bildbeschreibung.

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Die Ringe des Saturn und vier seiner Monde stehen im Mittelpunkt dieses Porträts der am 20. Juni 2019 aufgenommenen Weitfeldkamera 3 des Hubble-Weltraumteleskops.

(Bildnachweis: NASA, ESA, A. Simon (Goddard Space Flight Center) und M.H. Wong (Universität von Kalifornien, Berkeley))

Diese Wissenschaft ist alles schön und gut, aber für den zufälligen Betrachter ist es die Schönheit des Saturn, die im neuen Bild an erster Stelle steht.

"Saturn weist viele erkennbare Merkmale auf, insbesondere das markenrechtlich geschützte Ringsystem, das jetzt in Richtung Erde geneigt ist", schrieben Beamte der NASA / ESA in der Bildbeschreibung. "Dies gibt uns einen herrlichen Blick auf seine helle Eisstruktur."

Und dann ist da noch das bizarre Sechseck des Saturn, ein Ziel mit einer wirklich verwirrenden Geometrie. Das seltsame sechseckige Phänomen umgibt den Nordpol des Saturn und wurde erstmals 2007 von der NASA-Raumsonde Cassini entdeckt. Cassini umkreiste den Saturn von 2004 bis 2017.

"Es ist ein mysteriöses sechsseitiges Muster, das durch einen Hochgeschwindigkeitsstrahl verursacht wird", fügten Beamte der NASA / ESA hinzu. "Das Sechseck ist so groß, dass vier Erden in seine Grenzen passen könnten (es gibt keine ähnliche Struktur am Südpol des Saturn)."

Fotos: Saturns bizarres Hexagon aus nächster Nähe

Vier der Saturnmonde (insgesamt 62) sind im neuen Hubble-Porträt zu sehen. Unter ihnen ist Mimas, der "Todesstern" -Mond – so genannt, weil sein massiver Herschel-Krater ihm einen ähnlichen Eindruck vermittelt wie die fiktive mondähnliche Raumstation aus "Star Wars".

Die anderen von Hubble entdeckten Saturnmonde sind eisige Enceladus, die Geysire und einen riesigen Wasserozean unter einer eisigen Hülle beherbergen. Janus, ein kartoffelförmiger Mond voller Krater; und Tethys, ein eisiger runder Mond mit seltsamen roten Materialbögen auf seiner Oberfläche.

Schließlich gibt es noch den Saturn selbst, der wie ein rötliches Juwel im Schwarzen des Weltalls leuchtet.

"Die bernsteinfarbenen Saturnfarben rühren von sommerlichen, smogartigen Trübungen her, die durch photochemische Reaktionen hervorgerufen werden, die durch solare ultraviolette Strahlung ausgelöst werden", sagten Beamte der NASA / ESA. "Unter dem Dunst liegen Wolken aus Ammoniakeiskristallen sowie tiefere, unsichtbare Wolken aus Ammoniumhydrogensulfid und Wasser."

Die Saturnmonde Enceladus, Janus, Mimas und Tethys sind im Porträt des Hubble-Weltraumteleskops von 2019 zu sehen.

(Bildnachweis: NASA, ESA, A. Simon (GSFC) und das OPAL-Team)

Die Saturnatmosphäre erhält ihr gebändertes Aussehen durch Winde und Wolken, die sich in verschiedenen Höhen bewegen.

Das Hubble-Weltraumteleskop wurde 1990 auf den Markt gebracht und ist eines der produktivsten Weltraumobservatorien aller Zeiten. Das umlaufende Teleskop blickt normalerweise in die tiefsten Weiten des Weltraums, um kosmische Entdeckungen zu machen, aber sein Kameraauge kann überraschende Details über Planeten offenbaren, die näher an der Heimat sind.

"Hubbles hochauflösende Bilder unserer planetaren Nachbarn können nur von Bildern übertroffen werden, die von Raumfahrzeugen aufgenommen wurden, die diese Körper tatsächlich besuchen", schrieben NASA / ESA-Beamte. "Hubble hat jedoch einen Vorteil gegenüber Weltraumsonden: Es kann diese Objekte in regelmäßigen Abständen untersuchen und sie über einen viel längeren Zeitraum beobachten, als dies bei jeder vorbeifahrenden Sonde der Fall ist."

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